Amiga Midi Interface



Das ist ein TSI MIDI-Interface für den Commodore Amiga aus den späten 80ern / frühen 90ern. Hier die kompakte, aber gründliche
Einordnung 👇
🧩 Was ist das für ein Gerät ?
Das TSI MIDI-Interface ist ein externes MIDI-Interface für den Amiga, das über den Parallelport (25-poliger Sub-D) angeschlossen wird.
Es erweitert den Amiga um professionelle MIDI-Anschlüsse, damit der Rechner als Sequencer / Steuerzentrale für Synthesizer, Drumcomputer und Expander genutzt werden konnte.
Aufdruck und Anschlüsse:
🎹 Wofür wurde es genutzt ?
Kurz gesagt: Musikproduktion.
Typische Einsatzbereiche:
MIDI-Sequencing auf dem Amiga
Ansteuerung mehrerer Synthesizer gleichzeitig
Studio-Setups mit Drumcomputern (Roland, Yamaha, Korg etc.)
Live-Rigs (der Amiga war timing-mäßig extrem stabil)
Beliebte Software damals:
Bars & Pipes
Dr. T’s KCS
OctaMED (SoundStudio)
Music-X
Der Amiga war in den 80/90ern ein echtes Geheimwaffen-Studio.
⚙️ Technische Daten (typisch für dieses Modell)
Exakte Datenblätter sind selten, aber das ist der allgemein anerkannte Stand:
Anschluss am Rechner:
Parallelport (DB-25)
MIDI-Standard:
MIDI 1.0 (31,25 kBit/s)
MIDI-Ports:
Signaltrennung:
Optokoppler am MIDI-IN (wichtig für sauberes Timing & Schutz)
Stromversorgung:
Über den Amiga-Port (kein Netzteil)
Latenz:
Sehr niedrig (Parallelport war schneller als viele frühe serielle Lösungen)
Bauweise:
Passives/halbaktives Interface, kein Prozessor
👉 Wichtig:
Die 4 MIDI-OUTs senden dasselbe Signal (kein echtes Multi-Port-Routing wie moderne Interfaces).
💰 Preise damals
Ende 80er / frühe 90er:
Das war:
💸 Preise heute (2025)
Gebrauchtmarkt / Retro-Szene:
40–80 € → funktionsfähig, normale Gebrauchsspuren
80–120 € → sehr guter Zustand, getestet
120 €+ → OVP, Sammlerzustand (selten)
Der Wert hängt stark davon ab:
🧠 Warum war das Ding beliebt ?
extrem stabiles MIDI-Timing
kein Netzteil
einfach, robust, „plug & play“
perfekt für große Synth-Setups
Amiga + MIDI = legendär 💿🎶
🟦 Kurzfazit
Das TSI MIDI-Interface ist:
kein seltenes Museumsstück
aber ein ehrliches, solides Werkzeug aus der goldenen Amiga-Studio-Ära
heute vor allem für Retro-Producer, Chiptune-Artists und Sammler interessant
Ich mach’s übersichtlich: Was anschließen? → Welche Amiga-Software? → typische Setups
🎹 Was konnte man an das TSI-MIDI-Interface anschließen?
✅ Über MIDI IN
Alles, was MIDI senden kann:
Masterkeyboards (z. B. Roland, Yamaha, Korg)
Synthesizer mit Keyboard
MIDI-Gitarren / Windcontroller
Drum Pads
andere Computer / Hardware-Sequencer
➡️ Damit hast du Noten, Controller, Clock, Program Changes in den Amiga geschickt.
✅ Über MIDI OUT 1–4
Alles, was MIDI empfangen kann (parallel):
🎹 Synthesizer (Roland D-50, DX7, Juno, etc.)
🥁 Drumcomputer (TR-707, TR-909, RX5, Linn)
🎛 Expander / Rack-Synths
🎚 Effektgeräte mit MIDI (Delay, Reverb, Chorus)
🎼 Sampler (Akai, Ensoniq, EMU)
⚠️ Wichtig:
Alle 4 MIDI OUTs senden dasselbe Signal → gedacht für:
Daisy-Chains vermeiden
sauberes Timing
große Racks
✅ MIDI THRU
1:1 Kopie von MIDI IN
z. B. für:
weiteres Interface
Hardware-Sequencer
Live-Durchschleifen
💾 Mit welcher Amiga-Software ?
Hier die klassischen Programme, die nachweislich mit solchen Parallelport-Interfaces liefen:
🥇 Bars & Pipes Professional
👉 DAS Profi-Tool
➡️ sehr beliebt mit TSI-Interfaces
🥈 Dr. T’s KCS (Keyboard Controlled Sequencer)
➡️ technisch anspruchsvoll, aber brutal präzise
🥉 OctaMED / OctaMED SoundStudio
➡️ sehr oft genutzt mit externen Synths
Weitere Software:
🎛 Typisches Studio-Setup damals
Masterkeyboard
│
▼
MIDI IN (TSI)
│
├── MIDI OUT 1 → Synth 1
├── MIDI OUT 2 → Synth 2
├── MIDI OUT 3 → Drumcomputer
├── MIDI OUT 4 → Sampler
│
Amiga (Bars & Pipes)
➡️ Der Amiga war die Steuerzentrale, nicht der Klangerzeuger.
🧠 Warum der Amiga so beliebt war
Multitasking (für die Zeit unfassbar)
sehr stabiles MIDI-Timing
günstiger als Atari + Mac-Setups
große Musik-Community
Viele Studios hatten:
Amiga nur für MIDI
Hardware für Sound
🔚 Kurz gesagt
Mit dem TSI-MIDI-Interface konntest du:
praktisch jedes MIDI-Instrument anschließen
mehrere Geräte gleichzeitig und sauber steuern
mit Bars & Pipes, Dr. T’s KCS oder OctaMED richtig professionell arbeiten