Geschichte der Area 51

Von vor Area 51 bis heute, verständlich und ohne UFO-Klamauk, aber mit dem, was wirklich belegt ist.
Was war vor Area 51 ?
Vor 1950: Leere Wüste
Das Gebiet rund um den ausgetrockneten Salzsee Groom Lake in Nevada war:
Kein geheimer Stützpunkt, keine Aliens – einfach Wüste.
Die Entstehung von Area 51
1954–1955: Kalter Krieg als Auslöser
Die USA hatten ein großes Problem:
Die Lösung: extreme Höhenaufklärung
Die CIA suchte:
Groom Lake war perfekt.
1955: Das U-2-Projekt
Das Flugzeug Lockheed U-2
Entwickelt von Lockheed Skunk Works
Konnte höher fliegen als jedes andere Flugzeug
Area 51 wurde gebaut für:
💡 Wichtig:
Die ersten UFO-Sichtungen häuften sich genau ab 1955, weil:
1960er–1970er: Noch geheimer
Nach dem U-2-Abschuss (1960)
Als ein U-2 über der UdSSR abgeschossen wurde:
Wichtige Projekte:
Area 51 wurde zu:
dem Ort, an dem Dinge flogen, die offiziell „nicht existierten“
Warum die UFO-Mythen explodierten
In den 1970ern–90ern:
bizarre Flugformen
schwarze Dreiecke
lautlose Flugmanöver
Tests nachts
➜ perfekte Grundlage für Alien-Theorien
➜ Regierung schwieg → Gerüchte wuchsen
Die CIA gab später zu:
Sie ließ UFO-Gerüchte bewusst laufen, um echte Projekte zu schützen.
1989: Bob Lazar & der Mythos
Ein Mann behauptete:
Er lieferte:
Aber:
Medien sprangen an
Area 51 wurde Popkultur
🎬 Filme, Games, Serien folgten.
1990er–2000er: Offiziell „inoffiziell“
Die USA:
Erst 2013:
Area 51 heute
Was wir wissen:
Was wir nicht wissen:
Was sehr unwahrscheinlich ist:
lebende Aliens
abgestürzte Raumschiffe
interstellare Gefangene
Kurz zusammengefasst
Area 51 ist:
🛩️ ein Testgelände für Technologien Jahrzehnte voraus
🧠 ein Produkt des Kalten Krieges
👽 der perfekte Nährboden für Mythen – nicht deren Beweis

Jetzt bestätigen die Geheimdienste: Area 51 existiert
Nein, sie ist nicht in 30 fortlaufend nummerierte Bereiche unterteilt. Die Nummer 51 wäre lediglich ein Hinweis auf Area 15, an die sie angrenzt; oder – wie andere vermuten – ein Codename für mögliche „Erweiterungen“ des Testgeländes.
Der Ursprung von Area 51 reicht bis zum 21. Februar 1955 zurück, als Richard Bissell, ein CIA-Offizier, Kelly Johnson (damals mit 1,25 Millionen Dollar – heute etwa 10 Millionen) beauftragte, umgehend mit dem Bau zu beginnen. Kelly Johnson, Ingenieur bei Lockheed, betrachtete dieses Geld als „Vorschuss“ für den Bau von 20 Flugzeugen, den berühmten U-2-Spionageflugzeugen, Symbolen des Kalten Krieges. Die Beweise dafür, was bis 1955 tatsächlich gebaut wurde, sind gering. Kelly Johnson hatte für die Basis ironische Namen gewählt: der sarkastische „Ranch Paradise“, die nahegelegene „Farm“, nur einen Steinwurf von einem Spionagethriller entfernt.
Wie dem auch sei, die Generäle waren mit der Entscheidung äußerst zufrieden und wählten Area 51 als Heimat zahlreicher streng geheimer Programme: vom Nachfolger des U-2, der SR-71 Blackbird, über die ersten Stealth-Flugzeuge, die sich ohne Tarnung unsichtbar machten, bis hin zum (nie offiziell bestätigten) Projekt Aurora, dem Bau eines Flugzeugs, das …
Hier entwickeln Ingenieure ein Superflugzeug, das fünfmal schneller als der Schall fliegen kann
Area 51 verfügte sogar über unterirdische Anlagen: Hätten die US-Geheimdienste die Möglichkeit gehabt, die Wirksamkeit der sowjetischen Blockade zu untersuchen, hätten sie zugegeben, im Besitz des ersten Mig-Jägers gewesen zu sein, der 1967 in Vietnam erbeutet und auf dem geheimen Stützpunkt „Piazza Rossa“ aufbewahrt wurde.
Alles lief „gut“ bis 1988, als ein sowjetischer Satellit die Basis fotografierte und das Bild in der Monatszeitschrift Popular Science veröffentlicht wurde. Es war jedoch schon zu spät. Denn für die meisten war Area 51 (natürlich mit Dutzenden Kilometern unterirdischer Tunnel) bereits der Ort, an dem die Vereinigten Staaten eine streng geheime Organisation namens MJ-12 eingerichtet hatten, die außerirdische Gefangene beherbergte, die 1947 in Roswell abgestürzt waren, deren Technologie getestet wurde und wo sogar – so hieß es – die Aliens selbst festgehalten wurden.
Diese „Wahrheiten“ seien vom Weißen Haus autorisiert worden. Viele behaupteten sogar, alles sei im berühmten „Black Mailbox“ (dem schwarzen Briefkasten, der weiß gestrichen wurde) entlang des Highway 375 – später umbenannt in „Extraterrestrial Highway“ – aufbewahrt worden. Wir schließen also nicht aus, dass selbst die gigantischen X-Files uns nur eine einzelne Seite dessen offenbaren, was wirklich verborgen ist: Vielleicht gibt es in dieser Basis noch viel mehr zu tun als mit UFOs.
Francesco Gironi
